Qualifikationsziele Business Administration

Die Berufsakademie Göttingen folgt dem Leitbild, ihre Studierenden durch ein duales Studium zu einem Wissensstand zu qualifizieren, der hohe wissenschaftliche Kenntnisse mit einsatzfähigen praktischen Potenzialen verbindet. Ziel des Studiums ist die Heranbildung der Studierenden zu kompetenten, motivierten Persönlichkeiten mit herausragenden Fachkenntnissen in Betriebswirtschaft und angrenzenden Disziplinen sowie hohen methodischen und sozialen Fähigkeiten.

Welche Qualifikationsziele die einzelnen Module intendieren und wie die Erreichung dieser Ziele durch die Wahl geeigneter didaktischer Methoden unterstützt wird, wird den Studierenden nicht nur in den Modulbeschreibungen, sondern vor allem auch in den Einführungsveranstaltungen der einzelnen Module transparent gemacht.

Im Rahmen des übernommenen Bildungsauftrags und zur nachhaltigen Erreichung der Ausbildungsziele verfolgt die Berufsakademie selbst das Ziel einer kontinuierlichen Verbesserung und eines Ausbaus ihrer eigenen Potenziale.

Die Absolventen der Berufsakademie haben sowohl in den Lehrveranstaltungen als auch in den Betrieben umfangreiches Wissen und Sozialkompetenz erworben. Auch die gesellschaftliche Verantwortung der Betriebe wird thematisiert, sodass die Studierenden zu zivilgesellschaftlichem Engagement befähigt sind. Mit dem Abschlusszeugnis eines Bachelor of Arts weisen die Absolventen der Berufsakademie Göttingen eine gute, umfangreiche und fundierte wirtschaftswissenschaftliche Berufsbefähigung auf, so dass ihnen weiterführende Wege wie bspw. ein Masterstudium oder Aufstiegsmöglichkeiten in der Praxis offen stehen.

Mit erfolgreichem Abschluss des dreijährigen Studiums erreichen die Absolventen den hohen Wissensstand eines Bachelors. Während des Studiums werden ihnen im Rahmen der wirtschaftswissenschaftlichen Lehre die wesentlichen Bereiche der Betriebswirtschaft sowohl im Detail als auch in ihren Gesamtzusammenhängen vermittelt. Ergänzt werden diese Inhalte durch ausgewählte volkswirtschaftliche und für das Studium und die Praxis relevante juristische Grundlagen sowie Veranstaltungen in englischer Sprache und zu Kommunikations- und Präsentationstechniken. Durch die umfangreichen Übungen zu den Lehrveranstaltungen und das Aufgreifen konkreter Beispiele aus der Berufspraxis erlangen die Absolventen eine hohe Problemlösekompetenz, die sowohl Methoden- als auch Systemkompetenz beinhaltet.

Mit Blick auf ihre Interessen und die zukünftigen Aufgabenfelder, mit den denen sie in ihrem Unternehmen befasst sein werden, haben die Studierenden die Möglichkeit, sich fachlich zu spezialisieren und durch die Zusammenstellung ihrer Wahlmodule eine Schwerpunktsetzung (bspw. in den Bereichen Logistik oder Informatik) vorzunehmen.

Der Ausbildungsgang führt darüber hinaus zu einer Erweiterung und Vertiefung der fach- und berufsbezogenen kommunikativen Fähigkeiten und der Sozialkompetenz. Die Absolventen werden in die Lage versetzt, sich sowohl mit Fachfremden als auch mit Experten über fachspezifische Inhalte und problembezogene Handlungsalternativen auszutauschen und in diesem Zusammenhang eine eigene Position einzunehmen, diese fachlich fundiert zu begründen sowie kommunikativ und methodisch überzeugend zu präsentieren. Zum anderen wird mit Hilfe geeigneter Lehr-Lern-Methoden (und nicht zuletzt unterstützt durch die vergleichsweise kleinen Lerngruppen) gezielt die Teamfähigkeit verbreitert und vertieft. Dazu zählt einerseits die Fähigkeit, mit anderen gemeinsam Lösungsvorschläge zu erarbeiten, zu bewerten, eine geeignete Handlungsalternative auszuwählen und umzusetzen. Andererseits sind die Absolventen befähigt, sowohl Verantwortung für ein Projekt, aber auch für ein Team zu übernehmen und für effektive und effiziente Prozesse zu sorgen.

Die Absolventen profitieren in besonderer Weise vom Prinzip der dualen Ausbildung, da – anders als im Vollzeitstudium – erworbenes Wissen und erlernte, erweiterte bzw. vertiefte Fähigkeiten und Fertigkeiten kontinuierlich und zeitnah in der Praxis überprüft, angewandt und ggf. modifiziert werden können. So werden die beiden Lernorte „Betrieb“ und „Akademie“ intensiv verzahnt und regelmäßig selbstgesteuerte Lernprozesse initiiert und unterstützt.

In den Ausbildungsbetrieben, bei denen es sich im Wesentlichen um Industriebetriebe handelt, sind die Absolventen vertraut mit den Herausforderungen und Abläufen der Praxis und kennen die Verantwortungsbereiche realer betrieblicher Organisationseinheiten. Daher können sie die erworbenen Kenntnisse direkt im Berufsalltag anwenden und gleichzeitig die Praxistauglichkeit der Theorie kritisch hinterfragen. Auf dieser Basis und unter Einsatz der theoretischen Erkenntnisse aus den Lehrveranstaltungen bearbeiten sie in den Betrieben in anteiliger Eigenverantwortung Projekte. Der finanzielle Unterhalt der Studierenden wird durch die Ausbildungsbetriebe gesichert.

Im Dozentenkreis sind Theorie- und Praxisverbund ebenfalls deutlich zu erkennen. Die Mehrzahl der Dozenten verfügt nicht nur über umfangreiche betriebliche Erfahrungen, sondern sind auch ausgewiesene Wissenschaftler von Universitäten und Fachhochschulen, die durch ihr Angebot entsprechender Lehrinhalte Studierenden eine wissenschaftliche Qualifikation vermitteln. Durch die Anfertigung von Hausarbeiten über wissenschaftliche Fragen der Betriebswirtschaftslehre (neben der Bearbeitung konkreter Problemstellungen aus dem praktischen Erfahrungsbereich) erreichen die Studierenden eine hohe Kompetenz in der eigenverantwortlichen und selbstorganisierten Analyse komplexer Probleme und der Anwendung von Lösungsmethoden. Eine Stärkung der Motivation und eine positive Persönlichkeitsentwicklung sowie Argumentationssicherheit sind das Ergebnis gezielter Lehr-Lern-Arrangements in Seminarveranstaltungen mit Vorträgen und Diskussionen.

Abgerundet wird das Zusammenspiel von Theorie und Praxis durch Exkursionen zu ausgewählten Partnerbetrieben im Rahmen derer Vorlesungsinhalte in betrieblichem Umfeld diskutiert werden.

Die Abschlussarbeiten der Studierenden sind grundsätzlich als Anwendung von theoretischen Inhalten auf praktische Fragestellungen angelegt.

So verfügen die Absolventen des Bachelor-Studiums an der Berufsakademie Göttingen zum einen über ein breites, wissenschaftlich fundiertes, wirtschaftswissenschaftliches Fachwissen. Zum anderen besitzen sie – gestützt durch die duale Ausbildung – eine hervorragende Berufsbefähigung. Der Bachelorabschluss erlaubt den Absolventen, sowohl ihre berufliche Tätigkeit auf eine Vollzeitstelle in qualifizierter Position auszuweiten als auch ein Masterstudium aufzunehmen. Die Absolventenbefragungen der Berufsakademie Göttingen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass die Absolventen des dualen Bachelor-Studiums zu einem sehr hohen Anteil von den Betrieben in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen werden. Darüber hinaus stellen die während des Studiums erworbenen Kompetenzen den Grund für deutlich verbesserte Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb des Betriebes dar.